FAQ – Chirurgie


LEISTENBRUCH

Was sind typische Symptome eines Leistenbruchs?

Eine sichtbare oder tastbare Vorwölbung in der Leiste, Druckgefühl oder Schmerzen beim Heben, Husten oder Sport. Die Beschwerden verstärken sich oft bei körperlicher Belastung.

Muss ein Leistenbruch immer operiert werden?

Ein Leistenbruch heilt nicht von selbst. Bei Symptomen ist die Operation die einzige kausale Therapie. Ohne Behandlung besteht das Risiko einer Einklemmung (Inkarzeration) — ein medizinischer Notfall.

Wie operieren Sie Leistenbrüche?

OA Dr. Kapitanov operiert Leistenbrüche bevorzugt minimalinvasiv mit dem da Vinci Xi System. In einigen Fällen kommt die konventionell offene Lichtenstein-Technik zum Einsatz.

Was sind die Vorteile der robotischen Leistenbruch-OP?

Kleinste Schnitte (8mm), weniger Schmerzen, schnellere Erholung, präzisere Netzpositionierung durch 3D-Sicht und geringeres Rezidivrisiko gegenüber der offenen Technik.

Kann ich beide Seiten gleichzeitig operieren lassen?

Ja — bei beidseitigem Leistenbruch ist die simultane Versorgung in einer einzigen Narkose möglich und sinnvoll.

Wie lange bin ich nach der Leistenbruch-OP arbeitsunfähig?

Bei Büroarbeit 2–3 Tage, bei körperlicher Arbeit 3–4 Wochen.

Wann kann ich nach der Leistenbruch-OP wieder Sport machen?

Ausdauersport ab der 4. Woche, Kraftsport und intensive Sportarten ab der 6. Woche.

Welche Risiken hat eine Leistenbruch-Operation?

Hernienoperationen sind gut etablierte Eingriffe mit einer insgesamt niedrigen Komplikationsrate. Mögliche Risiken umfassen:

Allgemeine Operationsrisiken: Nachblutung, Wundinfektion, Narkosekomplikationen

Spezifische Risiken: vorübergehende Taubheitsgefühle oder Schmerzen in der Leiste oder am Hoden (durch Nervenreizung), selten chronische Leistenschmerzen

Rezidiv: erneutes Auftreten der Hernie — das Risiko ist bei laparoskopischen und robotisch-assistierten Techniken mit korrekter Netzpositionierung deutlich geringer als bei offenen Verfahren

OA Dr. Kapitanov bespricht alle relevanten Risiken individuell mit Ihnen im Aufklärungsgespräch vor der Operation.


NABELBRUCH

Wie erkenne ich einen Nabelbruch?

Eine kugelförmige Vorwölbung um den Bauchnabel, die sich bei Druck oder Bauchspannung zeigt. Bei Erwachsenen bildet sich ein Nabelbruch nicht von selbst zurück — eine Operation ist erforderlich.

Welche Operationsmethode wird bei mir angewendet?

Das hängt von der Größe des Bruchs ab. Bei kleinen Defekten unter 1cm ist ein Direktverschluss ohne Netz möglich. Bei größeren Brüchen kommen minimalinvasive oder robotisch-assistierte Techniken (rventrale TAPP, rTEP, rIPOM plus) zum Einsatz — immer mit dem Ziel, Narben so klein wie möglich zu halten.

Wie lange dauert eine Nabelbruch-Operation?

Je nach Methode 45 Minuten (Direktverschluss) bis 120 Minuten (robotisch-assistierte Techniken).

Wie lange bin ich nach der Nabelbruch-OP arbeitsunfähig?

Bei leichter Tätigkeit 1 Woche, bei körperlicher Arbeit 3–4 Wochen.

Welche Risiken hat eine Nabelbruch-Operation?

Nabelbruch-Operationen sind sichere und routinemäßige Eingriffe. Mögliche Risiken:

Allgemein: Nachblutung, Wundinfektion, Seromentstehung (Flüssigkeitsansammlung)

Netz-spezifisch: sehr selten Fremdkörperreaktion oder Netzinfektion

Rezidiv: bei kleinen Brüchen mit Direktverschluss etwas häufiger als bei Netzreparatur


NARBENBRUCH

Was ist ein Narbenbruch und wie entsteht er?

Ein Narbenbruch ist eine häufige Spätkomplikation nach Bauchoperationen — er entsteht an einer früheren Operationsnarbe. Das Risiko liegt je nach Eingriff bei 10–20%.

Mein Narbenbruch ist sehr groß — kann der trotzdem operiert werden?

Ja — auch große Narbenhernien über 10cm Durchmesser können operiert werden. Bei sehr großen Defekten wird präoperativ Botulinum-Toxin (Botox) eingesetzt, das die seitliche Bauchmuskulatur vorübergehend entspannt und den spannungsfreien Verschluss erleichtert.

Welche Operationstechniken gibt es bei Narbenbrüchen?

Je nach Größe und Lage kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: robotisch-assistierte TARUP/rTEP oder offene Sublay-Technik nach Rives-Stoppa bzw. bei komplexen Fällen die hintere Komponentenseparation (rTAR-Technik nach Novitzky).

Wie lange dauert eine Narbenbruch-Operation?

Je nach Komplexität 120 bis 270 Minuten.

Welche Risiken hat eine Narbenbruch-Operation?

Narbenbruch-Operationen sind anspruchsvollere Eingriffe, die je nach Größe und Vorgeschichte unterschiedlich komplex sein können. Mögliche Risiken:

Allgemein: Nachblutung, Wundinfektion, Serombildung (Flüssigkeitsansammlung unter dem Netz)

Netz-spezifisch: sehr selten Netzinfektion oder Fremdkörperreaktion — bei minimal-invasiven Techniken deutlich geringer als bei offenen Verfahren

Rezidiv: bei großen Defekten oder Voroperationen erhöhtes Wiederholungsrisiko — durch spannungsfreie Rekonstruktion und optimale Netzpositionierung wird dieses minimiert

Wundheilungsstörung: besonders bei Patienten mit Diabetes, Adipositas oder nach Vorbestrahlungen erhöhtes Risiko

OA Dr. Kapitanov bespricht alle relevanten Risiken individuell mit Ihnen im Aufklärungsgespräch vor der Operation.


REKTUSDIASTASE

Was ist eine Rektusdiastase?

Eine Rektusdiastase ist das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskulatur mit Ausdünnung der Mittellinie (Linea alba). Sie tritt häufig nach Schwangerschaften auf und betrifft überwiegend Frauen. Eine operative Behandlung ist indiziert, wenn die Interrektus-Distanz 3cm oder mehr beträgt oder gleichzeitig ein Bauchwand- bzw. Nabelbruch vorliegt.

Wie wird eine Rektusdiastase operiert?

Die PeTEP-Technik (preperitoneal extended totally extraperitoneal) ist ein modernes minimalinvasives Verfahren mit vollständig extraperitonealem Zugang. Die Rekonstruktion der Linea alba erfolgt mittels Geneva-Stitch-Technik, wodurch die geraden Bauchmuskeln wieder zentralisiert und funktionell korrekt ausgerichtet werden. Die Zugänge befinden sich in der Bikinizone und sind später kaum sichtbar.

Ist die Operation auch kosmetisch vorteilhaft?

Ja — die Narben liegen in der Bikinizone und sind nach der Heilung kaum sichtbar.

Kann eine Rektusdiastase ohne Operation behandelt werden?

Nach der Geburt kann frühestens nach der Abstillzeit mit gezielter Physiotherapie begonnen werden. Eine konservative Therapie über etwa ein Jahr ist sinnvoll. Bleibt die Rückbildung aus, beträgt die Interrektus-Distanz 3cm oder mehr oder bestehen relevante Beschwerden wie Rückenschmerzen, Blasenschwäche oder kosmetischer Leidensdruck, ist eine operative Versorgung indiziert. Bei gleichzeitigem Bauchwand- oder Nabelbruch ist die Operation die effektivste Lösung.

Welche Risiken hat eine Rektusdiastase-Operation?

Die PeTEP-Technik ist ein minimal-invasives Verfahren mit insgesamt niedriger Komplikationsrate. Mögliche Risiken:

Allgemein: Nachblutung, Wundinfektion, Hämatom

Spezifisch: vorübergehende Sensibilitätsstörungen im Bauchbereich, sehr selten Verletzung benachbarter Strukturen (Blase, Gefäße)

Rezidiv: bei konsequenter Nachsorge und Physiotherapie gering — ein erneutes Auseinanderweichen ist bei korrekter Technik selten

OA Dr. Kapitanov bespricht alle relevanten Risiken individuell mit Ihnen im Aufklärungsgespräch vor der Operation.


GALLENBLASE & GALLENSTEINE

Wann ist eine Gallenblasenoperation notwendig?

Bei symptomatischen Gallensteinen, rezidivierenden Gallenkoliken, einer chronisch entzündeten Gallenblase (Cholezystitis) oder nach einer biliär ausgelösten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) ist die operative Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) indiziert. Asymptomatische Gallensteine erfordern in den meisten Fällen keine sofortige Operation.

Wie wird die Gallenblase entfernt?

OA Dr. Kapitanov führt die Cholezystektomie laparoskopisch (Bauchspiegelung) oder robotisch-assistiert mit dem da Vinci Xi System durch. Dabei sind nur wenige kleine Schnitte erforderlich — das bedeutet weniger Schmerzen, kürzerer Krankenhausaufenthalt und schnellere Rückkehr in den Alltag.

Kann man ohne Gallenblase normal leben?

Ja. Die Gallenblase ist kein lebenswichtiges Organ. Nach der Entfernung übernimmt der Gallengang die kontinuierliche Galleableitung direkt in den Dünndarm. Eine spezielle Diät ist dauerhaft nicht erforderlich.

Wie läuft die Abklärung bei Oberbauchbeschwerden ab?

Bei der Erstvorstellung erfolgen eine klinische Untersuchung, eine hochauflösende Ultraschalldiagnostik (SonoEye) und eine Blutanalyse. In den meisten Fällen kann bereits beim ersten Termin eine verlässliche Diagnose gestellt und eine Therapieempfehlung gegeben werden — häufig ohne radiologische Zusatzuntersuchungen.

Wie lange bin ich nach einer Gallenblasenoperation arbeitsunfähig?

Bei laparoskopischem oder robotisch-assistiertem Vorgehen sind Patienten mit Bürotätigkeit in der Regel nach 3–5 Tagen wieder arbeitsfähig. Bei körperlicher Tätigkeit rechnen Sie mit ca. 2–3 Wochen.

Welche Risiken hat eine Gallenblasenoperation?

Die laparoskopische Cholezystektomie ist ein sehr sicherer Eingriff. Mögliche Risiken:

Allgemein: Nachblutung, Wundinfektion, Narkosekomplikationen

Spezifisch: sehr selten Verletzung des Gallengangs (Inzidenz < 0,5 %) — bei laparoskopischer und robotisch-assistierter Technik wird dies durch optimale 3D-Sicht und sorgfältige Präparation minimiert

Postoperativ: kurzfristig weicherer Stuhl oder Unverträglichkeit von fettreichen Speisen (klingt in der Regel nach wenigen Wochen ab)


MAGEN- UND DARMSPIEGELUNG

Wann sollte ich eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchführen lassen?

Eine Gastroskopie ist indiziert bei anhaltenden Oberbauchbeschwerden, Sodbrennen, Schluckbeschwerden, unklarem Gewichtsverlust, Verdacht auf Magengeschwür oder Helicobacter-pylori-Infektion sowie zur Kontrolle nach Magenoperationen. Bei bekanntem Barrett-Ösophagus, chronischer Atrophie oder positiver Familienanamnese für Magenkarzinom sind regelmäßige Kontrollgastroskopien in individuell festgelegten Intervallen empfohlen.

Wann sollte ich eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen?

Zur Krebsvorsorge wird die erste Koloskopie ab dem 45. Lebensjahr empfohlen — bei familiärer Belastung früher. Außerdem bei unklaren Blutabgängen, veränderten Stuhlgewohnheiten, Bauchschmerzen oder positivem Stuhltest auf okkultes Blut.

Ist die Darmspiegelung schmerzhaft?

Die Koloskopie wird in der Regel unter intravenöser Sedierung (Kurznarkose) durchgeführt und ist damit nahezu schmerzfrei. Die Darmvorbereitung am Vortag (Abführen) wird von den meisten Patienten als unangenehmer empfunden als die eigentliche Untersuchung.

Wie lange dauern Gastroskopie und Koloskopie?

Eine Gastroskopie dauert ca. 10–15 Minuten, eine Koloskopie ca. 20–40 Minuten. Durch die Sedierung dürfen Sie am Untersuchungstag kein Fahrzeug lenken und keine Verträge unterzeichnen. Ab dem Folgetag sind Sie in der Regel wieder voll arbeitsfähig.

Muss ich für die Darmspiegelung eine spezielle Vorbereitung einhalten?

Ja — am Vortag ist eine vollständige Darmreinigung mit einem Abführmittel erforderlich, ergänzt durch eine schlackenarme Diät. Genaue Anleitungen erhalten Sie bei der Terminvereinbarung.

Darf ich meine Medikamente während der Darmvorbereitung weiternehmen?

Ja — mindestens 1 Stunde vor dem Abführmittel einnehmen. Blutverdünner und Diabetesmedikamente bitte vorab besprechen.

Kann ich nach der Darm- oder Magenspiegelung selbst nach Hause fahren?

Bei Sedierung: Nein — Begleitperson erforderlich, kein Fahrzeug lenken am Untersuchungstag. Ohne Sedierung ist Fahren möglich, wird aber selten gewählt.


ZWERCHFELLBRUCH | SODBRENNEN | REFLUX

Was ist ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie) und wie entsteht er?

Bei einer Hiatushernie tritt ein Teil des Magens durch die Zwerchfelllücke (Hiatus oesophageus) in den Brustraum. Ursachen sind u.a. Bindegewebsschwäche, Übergewicht, chronischer Husten oder erhöhter intraabdomineller Druck. Häufige Folge ist ein gastroösophagealer Reflux mit Sodbrennen und Reizhusten.

Wann ist eine Operation beim Zwerchfellbruch notwendig?

Kleine Gleithernien ohne wesentliche Symptome werden primär konservativ behandelt (Protonenpumpenhemmer, Gewichtsreduktion, Ernährungsanpassung). Eine operative Indikation besteht bei großen paraösophagealen Hernien, therapierefraktärem Reflux, Komplikationen (Blutung, Volvulus) oder wenn der Patient eine dauerhafte Medikamenteneinnahme ablehnt.

Wie wird ein Zwerchfellbruch operiert?

Der Standardeingriff ist die laparoskopische oder robotisch-assistierte Fundoplikatio (nach Nissen oder Toupet) kombiniert mit einer Hiatoplastik: Die Zwerchfelllücke wird verengt und der untere Ösophagus durch eine Magenmanschette umhüllt, um den Reflux dauerhaft zu unterbinden.

Wie lange bin ich nach der Hiatushernie-OP arbeitsunfähig?

Bei Bürotätigkeit in der Regel 1 Woche. Körperliche Arbeit und schweres Heben sollten 4–6 Wochen gemieden werden. In den ersten 2 Wochen nach der Operation empfiehlt sich eine weiche, leicht verdauliche Kost.


DARMCHIRURGIE | DIVERTIKULITIS

Was ist Divertikulitis und wann muss operiert werden?

Divertikel sind kleine Ausstülpungen der Darmwand, am häufigsten im Sigma. Entzünden sie sich (Divertikulitis), kommt es typischerweise zu Linksunterbauchschmerzen, Fieber und erhöhten Entzündungswerten. Unkomplizierte Verläufe werden antibiotisch behandelt. Eine Operation ist indiziert bei Komplikationen (Perforation, Abszess, Fistel, Stenose) oder häufigen Rezidiven mit eingeschränkter Lebensqualität.

Wie wird eine Sigmadivertikulitis operiert?

Die elektive Sigmaresektion wird bevorzugt laparoskopisch oder robotisch-assistiert durchgeführt. Der betroffene Darmabschnitt wird entfernt und die Darmkontinuität durch eine Anastomose wiederhergestellt. Ein dauerhafter künstlicher Darmausgang ist bei geplanten Eingriffen in der Regel nicht erforderlich.

Wie lange bin ich nach einer Darmoperation arbeitsunfähig?

Nach einer laparoskopischen Sigmaresektion sind Patienten mit sitzender Tätigkeit meist nach 2–3 Wochen wieder arbeitsfähig. Bei körperlicher Arbeit sollten 4–6 Wochen eingeplant werden.


MASTDARMCHIRURGIE | HÄMORRHOIDEN

Welche Symptome deuten auf Hämorrhoiden hin?

Typisch sind hellrote Blutauflagerungen auf dem Stuhl (nicht im Stuhl), Juckreiz, Brennen, Nässen oder ein Fremdkörpergefühl im Analbereich. Wichtig: Jede rektale Blutung sollte ärztlich abgeklärt werden, um andere Ursachen (Polypen, Karzinom) auszuschließen.

Ab wann sollten Hämorrhoiden behandelt werden?

Hämorrhoiden Grad I–II werden primär konservativ oder mit ambulanten minimal-invasiven Verfahren behandelt (Sklerosierung, Gummibandligatur). Ab Grad III–IV ist eine operative Therapie empfohlen — z.B. Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan oder HAL-RAR (Hämorrhoidal-Arterien-Ligation mit Recto-Anal-Repair).

Wie ist die Nachsorge nach einer Hämorrhoidenoperation?

In den ersten Tagen nach dem Eingriff sind mehrmaliges tägliches Ausduschen der Analregion, weichstuhlregulierende Maßnahmen und sorgfältige Analhygiene wichtig. Sportkarenz für 2–3 Wochen. Bei Bürotätigkeit sind die meisten Patienten nach 1–2 Wochen wieder arbeitsfähig.

Kann man Hämorrhoiden dauerhaft loswerden?

Ja — eine operative Therapie ist bei höhergradigen Hämorrhoiden kurativ. Rezidive können durch eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Bewegung langfristig minimiert werden.


WEICHTEILCHIRURGIE | LIPOME | ABSZESSE | STEISSBEINFISTEL

Was ist eine Steissbeinfistel (Pilonidalsinus) und wie wird sie behandelt?

Der Pilonidalsinus ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung in der Steißbeinregion, häufig durch eingewachsene oder abgebrochene Haare verursacht. Betroffen sind besonders junge, stark behaarte Männer. Im akuten Entzündungsschub erfolgt die Inzision und Drainage. Die definitive Therapie ist chirurgisch: OA Dr. Kapitanov führt bevorzugt die schonende Pit-Picking-Methode durch — eine minimal-invasive Technik, bei der die Fistelöffnungen gezielt ausgeschnitten werden, ohne großflächige Exzision. Das Verfahren kann häufig in Lokalanästhesie erfolgen und ermöglicht eine schnelle Abheilung mit minimalem Narbenresultat.

Wann muss ein Lipom entfernt werden?

Lipome sind gutartige Fettgewebsgeschwülste und erfordern nicht zwingend eine Operation. Indikationen zur Entfernung sind: rasche Größenzunahme, Druckschmerz, funktionelle Beeinträchtigung, kosmetischer Leidensdruck oder diagnostische Unsicherheit (Ausschluss Liposarkom).

Wie wird ein Abszess behandelt?

Die Therapie der Wahl ist die chirurgische Inzision und Drainage. Antibiotika allein reichen bei einem gekapselten Abszess in der Regel nicht aus. Nach der Eröffnung wird die Wunde gespült und offen behandelt, bis sie von innen heraus vollständig abheilt (Sekundärheilung).

Wie lange bin ich nach einem Weichteileingriff arbeitsunfähig?

Das hängt vom Eingriff und der Lokalisation ab. Nach Lipom-Entfernung oder Abszessdrainage meist 2–5 Tage. Bei der Pit-Picking-Methode sind die meisten Patienten nach 3–5 Tagen wieder arbeitsfähig. Bei ausgedehnteren Pilonidalsinus-Operationen mit offener Wundbehandlung können es 2–4 Wochen sein, da regelmäßige Verbandswechsel erforderlich sind.


PRÄOPERATIVE VORBEREITUNG

Muss ich vor der Operation nüchtern sein?

Ja — vor jeder Operation in Vollnarkose oder Sedierung müssen Sie nüchtern erscheinen. Die Faustregel: 6 Stunden vor dem Eingriff nichts essen, 2 Stunden vorher nichts trinken. Genaue Anweisungen erhalten Sie bei der Terminbestätigung.

Welche Medikamente darf ich vor der Operation nehmen?

Die meisten Dauermedikamente können wie gewohnt mit einem Schluck Wasser eingenommen werden. Wichtige Ausnahmen:

Blutverdünner (Marcoumar, Xarelto, Eliquis, Aspirin): müssen je nach Präparat mehrere Tage vor dem Eingriff pausiert werden

Diabetesmedikamente (Insulin, orale Antidiabetika): Dosisanpassung am OP-Tag erforderlich

SGLT2-Inhibitoren (z.B. Dapagliflozin, Empagliflozin): mindestens 3 Tage vor OP absetzen

Im präoperativen Aufklärungsgespräch werden alle Ihre Medikamente individuell besprochen.

Was soll ich zur Operation mitbringen?

Lichtbildausweis und e-Card

Liste aller aktuellen Medikamente (oder Originalpackungen)

Vorbefunde, Laborbefunde, Bildgebung (CT, Ultraschall)

Bequeme, lockere Kleidung

Bei stationärem Aufenthalt: persönliche Hygieneartikel

Wie lange muss ich nach der Operation im Krankenhaus bleiben?

Das hängt vom Eingriff ab. Viele Eingriffe — darunter Leistenbruch, Nabelbruch, Cholezystektomie und Koloskopie — sind ambulant oder mit kurzem stationären Aufenthalt (1–2 Tage) möglich. Größere Eingriffe wie Narbenbruch-Rekonstruktion oder Sigmaresektion erfordern in der Regel 3–5 Tage. Die geplante Aufenthaltsdauer wird im Erstgespräch besprochen.

Was passiert nach der Operation im Aufwachraum?

Nach dem Eingriff werden Sie im Aufwachraum überwacht, bis die Narkose vollständig abgeklungen und Ihre Vitalparameter stabil sind. Erst dann erfolgt die Verlegung auf die Normalstation oder, bei ambulanten Eingriffen, die Entlassung — vorausgesetzt, Sie werden von einer Begleitperson abgeholt.

Wann sollte ich nach der Operation sofort einen Arzt aufsuchen?

Folgende Zeichen sind Warnsignale und erfordern sofortige Abklärung:

Fieber über 38,5°C

Zunehmende Rötung, Schwellung oder Wärme im Wundbereich

Starke, zunehmende Schmerzen trotz Schmerzmedikation

Eitrige oder übelriechende Wundsekretion

Übelkeit, Erbrechen, Blähungen die nach dem 2. postoperativen Tag nicht abklingen

Blut an der Wunde oder im Stuhl

Bei akuten postoperativen Beschwerden: +43 660 300 4005. Notfall: 144.


ALLGEMEINE FRAGEN

Warum zu Dr. Kapitanov?

OA Dr. Teodor Kapitanov ist Zertifizierter Spezialist für Bauchwand- und Hernienchirurgie (FEBS-AWS), Spezialist für Roboterchirurgie, zugelassener Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie in Österreich und der Schweiz und Leiter der Hernienambulanz der Klinik Floridsdorf. Mit über 150 robotisch-assistierten Operationen pro Jahr und insgesamt über 3.000 Hernienoperationen gehört er zu den erfahrensten Bauchwand- und Hernienchirurgen Österreichs.

Wo wird meine Operation durchgeführt?

OA Dr. Kapitanov operiert an folgenden Standorten in Wien:

Klinik Floridsdorf

Privatklinik Döbling

Atomos Klinik

Welche Kosten kommen auf mich zu? Was übernimmt die Kasse?

OA Dr. Kapitanov ist als Wahlarzt tätig. Das bedeutet:

Das Ordinationshonorar (Erstgespräch, Ultraschall, Befundbesprechung) wird direkt mit Ihnen verrechnet. Patienten mit österreichischer Zusatzversicherung erhalten in der Regel einen Großteil der Kosten rückerstattet.

Die Operationskosten (Spital, Anästhesie, Verbrauchsmaterial) werden über Ihre Krankenversicherung oder Zusatzversicherung abgerechnet. Bei Wahlarzt-Operationen empfiehlt sich eine Rückfrage bei Ihrer Versicherung vor dem Eingriff.

Für Patienten ohne Zusatzversicherung sind individuelle Vereinbarungen möglich — sprechen Sie uns gerne an.

Eine konkrete Kostenschätzung für Ihren Eingriff erhalten Sie im persönlichen Erstgespräch.

Unter welcher Narkose wird operiert? Wer ist für die Anästhesie zuständig?

Die meisten Eingriffe werden in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) durchgeführt. Kleinere Eingriffe wie Lipom-Entfernung, Abszessdrainage oder Pit-Picking können in Lokal- oder Sedoanästhesie erfolgen.

Die Anästhesie wird von erfahrenen Fachärzten für Anästhesiologie am jeweiligen Operationsstandort durchgeführt — unabhängig von OA Dr. Kapitanov, aber in enger Abstimmung mit ihm. Ein präoperatives Anästhesiegespräch findet vor jeder Operation statt, in dem Ihre Vorerkrankungen, Medikamente und etwaige Risikofaktoren besprochen werden.

Bieten Sie Zweitmeinungen an?

Ja — OA Dr. Kapitanov steht ausdrücklich für Zweitmeinungen zur Verfügung. Wenn Sie bereits eine Diagnose oder einen OP-Vorschlag erhalten haben und Fragen offen sind, können Sie mit Ihren Vorbefunden (Ultraschall, CT, Arztbrief) in die Ordination kommen.

Wie läuft das Erstgespräch ab?

Im persönlichen Erstgespräch in der Ordination (Gentzgasse 70/7, 1180 Wien) wird eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung durchgeführt. Danach wird gemeinsam ein individueller Behandlungsplan erarbeitet.

Bieten Sie auch Ultraschalldiagnostik an?

Ja — ergänzend zur klinischen Untersuchung steht eine hochauflösende Ultraschalldiagnostik mit dem mobilen System SonoEye zur Verfügung. Viele Befunde können dadurch bereits beim ersten Termin zuverlässig beurteilt und eine fundierte Therapieempfehlung gegeben werden — häufig ohne zusätzliche radiologische Untersuchungen oder weitere Termine.

Was kostet eine Operation bei Dr. Kapitanov?

Die Kosten werden im persönlichen Erstgespräch individuell besprochen.

Wie vereinbare ich einen Termin?

Termine können rund um die Uhr online über www.kapitanov.at oder direkt über das Patientenportal unter https://patient.latido.at/arzt/dr_theodorkapitanov vereinbart werden.


Bei Notfällen: Notruf 144 oder Notfallambulanz Klinik Floridsdorf, Tel. 01 27700. Bei akuten postoperativen Beschwerden erreichen Sie mich unter +43 660 300 4005.