SYMPTOME UND DIAGNOSE
Typische Zeichen eines Leistenbruchs sind eine tastbare oder sichtbare Vorwölbung in der Leiste, ein Ziehen oder Druckgefühl beim Heben, Husten oder Pressen sowie Beschwerden bei körperlicher Belastung und Sport. Die Vorwölbung lässt sich anfangs oft zurückdrücken und tritt im Stehen deutlicher hervor.
Die Diagnose wird durch die fachärztliche Untersuchung gestellt und mittels hochauflösendem Ultraschall (SonoEye) direkt beim Ersttermin bestätigt. Zusätzliche radiologische Untersuchungen sind nur selten erforderlich. Sie erhalten damit bereits im ersten Gespräch eine klare Einschätzung und eine fundierte Therapieempfehlung.
Unsicher, ob es ein Leistenbruch ist? Termin zur Abklärung vereinbaren
ROBOTISCHE HERNIENCHIRURGIE – MEINE SPEZIALISIERUNG
Als Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit europäischer Spezialisierung in Bauchwandchirurgie (FEBS-AWS) habe ich über 300 roboterassistierte Operationen mit dem Da-Vinci-System selbstständig durchgeführt. Als Proctor für Intuitive Surgical bilde ich Chirurginnen und Chirurgen in robotischer Hernienchirurgie aus und supervidiere deren erste Eingriffe. Meine Operationstechnik der robotischen Leistenbruchversorgung habe ich in der Fachzeitschrift European Surgery publiziert („Robotic-assisted transabdominal preperitoneal repair: a step-by-step approach”).
Für Sie bedeutet das: Sie werden mit genau der Technik operiert, die andere Chirurgen von mir lernen.
Proctor Intuitive Surgical
FEBS-AWS
Leiter Hernienambulanz Klinik Floridsdorf
Publiziert in European Surgery
TRANSABDOMINELLE PRÄPERITONEALE PATCH TECHNIK – (R)TAPP (Operationsdauer ca. 60 min)
Die robotische rTAPP ist mein bevorzugtes Verfahren beim Leistenbruch. In Vollnarkose wird über drei nur 8 mm kleine Schnitte ein Kunststoffnetz eingebracht, das den Bruchdefekt von innen spannungsfrei überbrückt. Die Vorteile des robotischen Vorgehens: Die vergrößerte 3D-Sicht ermöglicht eine präzisere Präparation und Netzpositionierung, wichtige Nerven- und Gefäßstrukturen werden geschont, und chronische Leistenschmerzen treten seltener auf als nach offenen Verfahren. Beidseitige Brüche können in derselben Operation über dieselben Schnitte versorgt werden.
LICHTENSTEIN TECHNIK (Operationsdauer ca. 60 min)
Bei dieser Methode wird über einen Hautschnitt im Leistenbereich ein Kunststoffnetz eingebracht. Diese Operation wird in der Regel in Vollnarkose, in einzelnen Fällen auch mittels Kreuzstich (Spinalanästhesie) durchgeführt. Sie kommt bei ausgewählten Indikationen zum Einsatz – etwa wenn eine Vollnarkose vermieden werden soll oder Voroperationen im Bauchraum gegen ein minimalinvasives Vorgehen sprechen. Welche Technik für Sie geeignet ist, besprechen wir individuell im Erstgespräch.
ABLAUF UND ERHOLUNG
Vom Eingriff zurück in den Alltag – der typische Verlauf nach robotischer Leistenbruch-Operation:
- OP-Tag: Eingriff ambulant oder mit einer Übernachtung; Aufstehen und Mobilisierung noch am selben Tag
- Tag 2–3: Rückkehr zu Büro- und Schreibtischtätigkeit
- Ab Woche 4: Sport und leichtes Training
- Ab Woche 6: Kraftsport und schweres Heben ohne Einschränkung
Weitere häufige Fragen zu Narkose, Kosten und Nachsorge finden Sie auf unserer FAQ-Seite.
Termin in der Ordination vereinbaren
Gentzgasse 70/7, 1180 Wien
